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Montag, 17. November 2014

Boston, Tag 10

Am Freitag hat es nach drei Tagen endlich aufgehört zu regnen. Es war aber leider immer noch bewölkt, daher gibt es heute wieder viele graue Photos.
Wir sind den Freedom Trail abgelaufen, einen ca. 4 km langen Pfad durch die Stadt, der an sechzehn historischen Stätten der amerikanischen Revolution vorbeiführt.





Wir haben in Charlestown/Bunker Hill begonnen.









Weiter zur USS Constitution, wo ein richtig big deal aus der Security gemacht wurde, mit Passkontrolle und Stempel auf die Hand, usw.
(Ich muss zugeben, dass ich das immer irgendwie gut fand, weil die ganze Reise für mich so ein big deal war und das so einen angemessenen Rahmen bekam. If that makes any sense. Ich mochte es auch immer total, wenn ich mich ausweisen musste, um Bier zu kaufen – auch weil es einfach so absurd ist. Ich bin dreißig Jahre alt. Ich darf in Deutschland seit vierzehn Jahren Alkohol trinken. Und wann hören die auf? Müssen sich "Erwachsene" auch noch ausweisen? Bis wann? Ihr merkt, ich habe mich länger damit beschäftigt.)









Der TD Garden, das Stadion der Boston Bruins und der Boston Celtics. Nicht so richtig hübsch. (Und auch nicht Teil des Freedom Trails.)



Copp's Hill Burying Ground.







Lobster im Union Oyster House, angeblich Amerikas ältestes Restaurant. Ich habe auch die Booth gesehen, in der John F. Kennedy angeblich immer gesessen hat. (Und wegschauen müssen, als ich die noch lebenden Hummer im Tank habe rumschwimmen sehen.)



Quincy Market.



Als es langsam Abend wurde, sind wir in Richtung South Boston ("Southie") aufgebrochen (ich verwechsele ständig South Boston und das South End). Aber auch hier ist die Gentrifizierung in vollem Gange (wo eigentlich nicht?) und während man teilweise noch erahnen konnte, wie irische Einwanderer hier mal gelebt (und getrunken) haben, war es ein paar Straßen weiter fast klischeehaft "hip". Wir haben eine kleine Kneipentour gemacht, dabei das Abendessen verpasst und zu spät nachgeholt, und waren relativ früh betrunken. Wir waren in einer Bar namens "Murphy's Law", wo wir die einzigen Gäste waren und die Einrichtung aussah wie im Phantasialand. Und wir waren in der "L Street Tavern", der Bar aus Good Will Hunting. (Ich sollte mir den Film mal angucken.)

Samstag, 15. November 2014

Boston, Tag 7, 8 und 9

Nachdem ich in New York krank war, hat es Lukas in Boston erwischt. Am Dienstag war er so fertig, dass wir uns an Tag 7 der Reise eine Auszeit genommen und den kompletten Tag zu Hause verbracht haben. Das war übrigens auch der Tag des deutschlandweiten Sky Go-Ausfalls und des 7:1 der Bayern in der Champions League gegen Rom. Gut, dass Ray nicht da war, um Lukas' Wutanfall mitzuerleben.

Die nächsten vier Bilder sind noch von Montag, entstanden im Boston Public Garden. Super cheesy, aber als Tourist in einem fremden Land muss man sich in einen leeren Rahmen stellen und Photos machen.





Leider hat es in Boston drei Tage am Stück geregnet, sodass auch die (iPhone-)Bilder an diesen Tagen leider nicht besonders gut geworden sind.

Am Mittwoch waren wir in Cambridge und haben an einer von Studenten geführten Führung durch Harvard teilgenommen (war super, lohnt sich!). Jess, unser guide, hat haargenau wie Leslie Knope gesprochen und war mir natürlich auf Anhieb sympathisch.
In dieser dorm (Bildmitte) hat Matt Damon gewohnt.


Es hat immer wieder angefangen zu regnen und war sehr windig und kalt. Trotzdem sind wir nach der Führung noch auf eigene Faust durch Cambridge gelaufen. Wer sich für Sneaker interessiert, sollte mal bei Concepts vorbeischauen. Lukas hat dort richtig geile Nikes für 60 $ bekommen. (Ich hätte nicht gedacht, dass es auch in Amerika so schwer ist, Schuhe in Größe 48 / size 14 zu bekommen. Wie oft wir "only until 13" gehört haben.)
Cambridge ist echt interessant. Einerseits ist dort der Sitz der Harvard University, andererseits war es vor ca. 15 Jahren anscheinend noch eine "harte Gegend", zumindest laut Ray, der schon seit Mitte der 80er in Boston lebt und uns viel über die Stadt erzählt hat. Jedenfalls sieht man die Mischung aus Alt und Neu überall in Cambridge.


Am Donnerstag waren wir aufgrund des anhaltenden Regens (und Interesse am Museum) im Museum of Fine Art. Ray ist dort Mitglied, sodass wir mit seiner Mitgliedskarte umsonst reinkamen (und 2x 27 $ gespart haben). Es war wunderbar! (Aber leider derart runterklimatisiert, dass ich die komplette Zeit mit Wollmütze rumgelaufen bin.)







Donnerstag, 13. November 2014

Boston, Tag 5 und 6

Am fünften Tag der Reise, Sonntag, verlassen wir New York und fahren mit dem Greyhound-Bus nach Boston. Die Fahrt ist total angenehm (es gibt Wifi und Steckdosen); wir stehen nur kurz hinter New York direkt im Stau, weshalb wir knapp fünf anstatt der geplanten vier Stunden brauchen. (Machte mir aber nichts aus, ich hatte auf der Fahrt das Buch zu Orange is the New Black angefangen und wollte nicht aufhören zu lesen.)
Wir kommen an der Bostoner South Station an und es ist ARSCH. KALT!
Unsere Unterkunft ist ein bisschen außerhalb (aber noch im Subway-Netz, im inneren Ring quasi), in Jamaica Plain (Sylvia Plath wurde in Jamaica Plain geboren!). Die Wohnung ist wunderschön und wir sind total begeistert, dass wir für die kommende Woche so viel Platz haben werden.







Tag 6, Montag.
Unser Haus sah zwar nicht so aus, aber es stand in der gleichen Straße wie diese tollen Villen:





Der Jamaica Pond, am Ende unserer Straße. Pond Street, duh!







Wir laufen weiter nach Brookline. (Conan O'Brian kommt aus Brookline!)





In Brookline, in einer eher unauffälligen Seitenstraße, steht, ganz unauffällig, das Geburtshaus von John F. Kennedy (rechts im Bild). Leider ist es an diesem Montag für Besucher geschlossen, sodass wir nicht rein können.



Wir laufen weiter nach Downtown. Den Fenway Park, das Stadion der Red Sox, sehen wir leider auch nur von außen. Aber das ist auch schon interessant genug. Das Stadion ist viel kleiner als gedacht und mitten in der Stadt; heutzutage gibt's das ja nicht mehr so oft (#grannyheather).





Ausblick auf Boston vom Prudential Tower. Das erste Bild zeigt den Blick Richtung Flughafen, der sich auf einer der vielen kleinen Inseln befindet (man kann sogar per Boot von Downtown zum Flughafen fahren). Auf dem dritten Bild ist in der Ferne der Fenway Park zu sehen.















Abends, zurück in Jamaica Plain, folgen wir der Empfehlung unseres supernetten Airbnb-Hosts Ray und gehen im Galway House essen. Leider war es mit Abstand das schlechteste Essen unserer ganzen Reise. (Das ist uns bis heute ein Rätsel, wie wir mit unserer Meinung so auseinander liegen konnten, da wir uns in allen anderen Bereichen mit Ray so gut verstanden haben.) Es war wirklich so witzig; ich hatte Mac and Cheese, und selbst ein schlechtes Mac and Cheese sollte immer noch ein okayes Essen sein, oder? Wie Pizza. Aber das war so schlecht, dass ich es nicht aufessen konnte. (SASSI!!)